Gebäudebeschreibung

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Renaissance-Eingangsportal, Haupttor mit Nebeneingang (Nadelöhr), erbaut um 1530, Restbestand eines großen Renaissance-Torturmes, der 1811/12 bis auf das Eingangsportal abgerissen wurde. Die Gewölbesteine wurden damals im Hof vergraben, heute lagern sie an der Ostmauer des ehemaligen Schaffnerhauses. Beachtenswert sind die Wetzrillen an beiden Torseiten. (Durch Wetzen wurde Steinpulver gewonnen, dem man heilbringende, magische oder unheilabwehrende Kräfte zumaß.)

  
 
 

 

 

Arbeiterwohnhaus, erbaut um 1815, in einfacher Bauweise. Die Ostwand des  heutigen Gebäudes war die Westwand des ehemaligen Torturmes, der über eine Treppe an dieser Seite begangen werden konnte. Die Rückwand, die Nordwand also, war Teil der Ringmauer.
  
 
 

 

 

Getreidekasten mit Storchenturm, Getreidekasten mit Weinkeller erbaut um 1530, von Grund auf renoviert 1776, diente dem Johanniterorden als Lagerraum für den Getreide- und den Weinzehnten. Storchenturm erbaut 1589 im edlen Renaissancestil nach französischen Vorbildern (Loireschlösser). Der Treppenturm mit einem reich gegliederten Eingangsportal und einer schönen Wendeltreppe aus Sandstein, einer sogenannten Schnecke, diente als Zugang zum ehemaligen Schaffnerhaus und dem angebauten Getreidekasten. Die Familien Kraetzer nutzten die Hochparterre des Getreidekasten als Kelterhaus.
  
 
 

 

 

Kelterhaus mit Remise, erbaut vor 1500, 1772 in Dach und Fach renoviert. Der Johanniterorden nutzte das Kelterhaus als Scheune und die Remise als Kelterplatz. Unter Sartorius dem Älteren umgebaut zu Weinkeller und Kelterhaus. Die Remise wurde Wagenschuppen. An der Außenmauer zwischen Kirche und Remise spätgotisches Spitzbogentor mit Birnstabprofilierung, früher - vor 1727 - Westeingangstor zur Kirche, heute Nebeneingang zum Herrenhof und Eingang zur Sakristei der Kirche.
  
 
 

 

 

Stall und Werkstatt, ursprünglich einheitliches, vor 1500 erbautes Stallgebäude, das bis zur West­mauerverlängerung  des  Kelterhauses  reichte  und  das  Ende  1770-1772  in  Dach  und Fach renoviert wurde. Der westliche Teil wurde von Otto Sartorius abgerissen und einschließlich Keller 1904 neu aufgebaut. Beachtenswert sind die Schießscharten an der Südwand (Wehrhof).
 
 
 
 

 

Herrenhaus, neues Schaffnerhaus erbaut 1774 im edlen Spätbarock, Freitreppen aus Sandstein, schönes Treppenhaus. Der 1883 angebaute Pavillon, mit Wohnräumen im Erdgeschoß und einer Hochterrasse darüber wurde 1980, weil stilfremd, abgerissen. Heute Wohnungen für Bedienstete der SLFA Neustadt.
  
 

 


 

 

Holländer- oder Kutscherhaus, erbaut um 1775 unter Verwendung von Restbeständen anderer Häuser (Fenstergewände). Die Namen stammen von der Dachform bzw. der Nutzung (Wohnung des Kutschers); heute Johannitergutarchiv.
 
 
 
 
Villa, erbaut 1886/87 (Gründerzeit) von Otto Sartorius dem Älteren als Weinhandelshaus, steht in der Nord-West-Ecke des Johannitergartens.
  
 
 
 

 

Pavillion, erbaut 1830 als Sommergartenhaus in der Süd-West-Ecke des Johannitergartens.