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Lied in der Parkvilla: "BeziehungsWeisen" - Lieder aus Deutschland und Europa

Sonntag, 20. Januar 2019, um 17:00 Uhr.

Im Veranstaltungsort* Parkvilla

 Aufrufe : 221

Deutschland und Russland

Lena zum Berge, Sopran (Dresden)

Wolfram Just, Violine

Frieder Milatz, Violoncello

Christian Kluttig, Klavier und Moderation

Werke von Beethoven und Schostakowitsch

 

 

 

Liebe Konzertbesucher,

 

vier Liedernachmittage im Herrenhof erwarten Sie im Januar und Februar. Unter dem Titel BeziehungsWeisen können Sie eintauchen in die Welt der Lieder aus Deutschland und ausgewählten europäischen Ländern. Die künstlerische Leitung liegt in den bewährten Händen von Bezirkskantor Simon Reichert unter Mithilfe von Professor Christopher Jung, der auch selbst als Solist auftreten wird. Den Beiden ist es trotz geringen Budgets gelungen hochrangige Künstler zu verpflichten, sodass die Gattung „Lied“ in diesem Jahr in Neustadt einen festen Platz erhält. Neben den Stimm­gattungen Sopran, Mezzosopran, Tenor und Bariton hören Sie versierte Klavierbegleiter und zu Beginn sogar ein ganzes Klaviertrio, die alle Meister ihres Fachs sind. In der ansprechenden Atmosphäre des Herrenhofs entstehen so Beziehungen zwischen Künstlern und Publikum, den Sängern und ihren Begleitern sowie zwischen den „Weisen“ und Liedern der Programme, die den Besuch zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

 

 

 

Entdeckungen

 

Kann man bei solch bekannten Komponisten wie Mozart, Beethoven oder Schostakowitsch noch Neues entdecken?

 

Mit dem Programm in der Parkvilla kann diese Frage nachdrücklich bejaht werden. Die Gründe dafür liegen zuerst in der Besetzung des Konzertes. Normalerweise werden im Konzertleben Liederabende und Kammermusikprogramme als verschiedenartige Formen betrachtet. Aber in unserem Programm „Entdeckungen“ sind beide Formen vereint, und zwar dergestalt, dass die Sopranistin Lena zum Berge von einem Klaviertrio begleitet wird.

 

Zwar hat es Ähnliches schon in der Barockmusik gegeben, aber je mehr die Form des Klaviertrios sich verselbständigte, desto mehr wurde die Form des instrumental begleiteten Liedes vergessen. Bis zu dem Zeitpunkt, da der Volkslied begeisterte Schotte GeorgeThomson die Volksmelodien und Texte „veredeln“ lassen wollte und sich dafür an bedeutende Komponisten wandte, u.a. ab 1803 an Beethoven. Die originalen Volksliedtexte sandte er an verschiedene englische und schottische Dichter mit der Bitte, schottischen Dialekt und „vulgäre Inhalte“ zu vermeiden. Beethoven beklagte sich zwardarüber, dass Thomsen ihm die Texte der Lieder vorenthalte, widmete sich aber doch intensiv dieser Arbeit. Er fertigte nicht nur „Arrangements“, sondern weitgehend Neukompositionen an.Insgesamt hat er in den Jahren zwischen 1809 und 1820 über 170 solche Lieder neu gestaltet. Wir bringen in unserem Programm 6 schottische und 6 walisische Lieder.

 

Mozarts Variationen über ein französisches Lied KV 360 sind kaum bekannt geworden, allenfalls im Zusammenhang mit Gesamtaufnahmen seiner Violinsonaten. Wir haben diese wunderschönen Variationen über das melancholische Lied ins Programm aufgenommen.

 

Unter den bedeutenden Künstlern zur Zeit der Sowjetunion ragen besonders DavidOistrach, Mstislaw Rostropowitsch und Galina Wischnewskaja hervor. Schostakowitsch hat gegen Ende seines Lebens Galina Wischnewskaja die „Sieben Romanzen auf Texte von Alexander Blok“ gewidmet, und sie hat das Werk mit Oistrach, ihrem Mann M. Rostropowitsch und dem Komponisten Moissej Weinberg 1967 uraufgeführt. Jedes der 7 Lieder wird von einer anderen Besetzung des Trios begleitet, erst das letzte Lied „Musik“ bezieht das ganze Trio ein. Vermutlich drückt die letzte Textzeile aus, worum es Schostakowitsch bei der Komposition ging: „Musik, Beherrscherin der Erde! Trotz Qualen und trotz Leid: der letzte Becher, den ich leere sei noch in Demut dir geweiht!“ ( Christian Kluttig)

 

 

Die Sopranistin Lena zum Berge ist nach erfolgreichem Abschluss ihres künstlerischen Studiums an den Musikhochschulen Detmold und Hannover bei Prof. Sabine Ritterbusch pädagogisch und künstlerisch freischaffend in kammermusikalischen Projekten tätig.

 

Schon während ihres Studiums konnte sie ihr Repertoire durch Opernproduktionen in der Hochschule erweitern (u.a. als Cherubino (Le nozze di Figaro), Flora (La Traviata), Mrs. Wordsworth (Albert Herring) und Anna Maurrant (Street Scene). Gastverträge führten sie an die Landestheater Detmold und Coburg.

 

Durch Privatunterricht und Meisterkurse bei Juliane Banse, Christiane Oelze, Peter Berne und Eric Schneider ergänzt die junge Sopranistin ihre Studien regelmäßig. Lena zum Berge ist Stipendiatin des Alumni-Vereins Detmold und der Richard-Wagner-Stipendienstiftung Minden. Lena zum Berge lebt in Hannover.

 

Christian Kluttig ist in erster Linie als Dirigent bekannt geworden. Sein Repertoire beinhaltete u.a. alle Sinfonien von Mahler, ebenso die Werke der „Klassiker des 20. Jahrhunderts“, dazu viele Werke des 18. Jahrhunderts, insbesondere zahlreiche Opern von Händel. 1943 in Dresden geboren, studierte er in seiner Heimatstadt Dirigieren bei Rudolf Neuhaus und Klavier bei Ingeborg Finke. Nach seinem ersten Engagement als Solorepetitor an der Staatsoper Dresden wirkte er als Dirigent ab 1970 in leitenden Positionen in Chemnitz ( damals Karl–Marx–Stadt), Halle und Koblenz. Mit dem Jahre 1998 wurde er als Professor für Dirigieren an die Hochschule für Musik in Dresden berufen und arbeitete gleichzeitig zwischen 2000 und 2007 an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Wegen einer irreversiblen Gehörerkrankung hatte er seine Tätigkeit als Dirigent vorzeitig beenden müssen. Trotzdem wirkt er weiter als Dirigierlehrer und auf der Basis seiner reichen Erfahrungen mit Sängerinnen und Sängern als Liedbegleiter und Kammermusikpianist.

 

 

 

Frieder Milatz ( Violoncello ), 1940 in Meerane geboren, ab 1961 Studium in Dresden bei Prof. Karl Grosch, Diplom 1963, ab 1964 bis 2006 Mitglied der Staatskapelle Dresden, Unterrichtstätigkeit an der Hochschule für Musik in Dresden seit 1978. In den 90er Jahren wurde er zum Honorarprofessor ernannt. Er war ebenfalls Mitglied der Sächsischen Staatskapelle.

 

 

 

Wolfram Just ( Violine ), geb. 1936 in Dresden, Studium am Konservatorium und der Musikhochschule Dresden ( KV Bruno Knauer, Prof. Dr. Hans Mlynarczyk, Prof. Gottfried Lucke), 1959 Diplom und Engagement als 2. Violinist in der Sächsischen Staatskapelle, ab 1972 Wechsel zu den 1. Violinen als stellvertretender 1. Konzertmeister, seit 2003 im Ruhestand.

 

Seit 1968 Beschäftigung mit der Viola d´amore, Mitbegründer der Capella Sagittariana, Mitglied des Roth-, des Mirring-Quartettes sowie der Dresdner Barocksolisten.

 

 

 

 

Kartenreservierungen zu15.-- € / erm. 10.-- € bei der Papierschatulle Mußbach 06321- 60360.

 

Offnungszeiten: Mo – Sa: 8.30 Uhr – 12.30 Uhr; Di, Do, Fr: 15.00 Uhr – 18.00 Uhr, Montag- und Mittwoch Nachmittag

 

geschlossen.

 

Konzertkasse ab 16.15 Uhr geöffnet.

 

Kunstlerische Leitung: Simon Reichert

 

Organisation: Neustadter Stiftskantorei e.V., Ägyptenpfad 20, 67433 Neustadt, 06321/970 6631

 

www.stiftskantorei.de; www.herrenhof-mussbach.de

 

 
 
Hier finden sie Bilder oder weitere Informationen zur Veranstaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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