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"Berta und Marta"

Samstag, 4. Februar 2012, um 20:00 Uhr.

Im 

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Berta + Marta

 

oder die Schwierigkeit mit dem hohen "G"

Von Susanne Hinkelbein 

 

Berta, „krank an den Füßen“, und Marta, wie Berta behauptet „krank im Kopf“, sind zwei ledige Schwestern, die ihr ganzes Leben und ihren Haushalt gemeinsam führen. Zumindest seit vor 40 Jahren die Mutter und ihr herrischer Vater („Und kää Wort mehr! Sunschd setzt´s ebbes!“) gestorben sind, für die aber immer noch jahrgangsweise „Lattwerch“ gekocht wird. Auch „die Buwe“ sind schon lange außer Haus.

Berta und Marta leben in nicht offenkundiger Harmonie in ihrer Stube, in der die Zeit seit einigen Jahrzehnten stillzustehen scheint. Wie immer liegen sie auch in dieser Nacht zusammen im Ehebett der Eltern, im Gottvertrauen auf einen neuen Morgen oder ein Erwachen im Himmel. Aber sie können nicht schlafen. Immer wieder werden sie durch das Licht der Nachbarn, den Mond, ein Gewitter, und mehr oder weniger bösartige Träume und Phantasien aufgeweckt. So überbrücken sie die Wachpausen bis zum Morgengrauen, indem sie ihre Spiele spielen, sich erinnern und gegenseitig ärgern. Sie lästern zusammen über „Kiefers Suse“ und philosophieren über die Stigmata (Stigma = Wundmal) von Pater Pio, dem berühmten Heiligen (1887 – 1968).


In der selben Nacht erhalten drei kosmische „Engel“ von ihrem Chef einen wichtigen Auftrag: Sie müssen noch vor Sonnenaufgang für Berta und Marta ein Musikstück einstudieren. Dabei steht allerhand auf dem Spiel. Der Haken daran ist, dass das Trio von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Ob sie es schaffen, aus der nicht gerade offensichtlichen Harmonie ein harmonisches Zusammenspiel zu entwickeln? An diesem aufregenden wie überaus vergnüglichen Prozess dürfen Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer an diesem Abend genüsslich teilhaben.


Susanne Hinkelbein
ist als Komponistin für Theatermusik im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt. Sie war musikalische Leiterin am Landestheater Tübingen und an den Bühnen der Stadt Köln. Sie lebt und arbeitet in ihrer "Traumlandschaft", auf der Schwäbischen Alb. Am freien Theater Lindenhof war und ist sie als Komponistin, Regisseurin und Musikerin an vielen Produktionen beteiligt. Für das Chawwerusch Theater komponierte sie die Musik zu „Trotz alledem!“ (1997) und „hambach2“ (2007). „Berta und Marta“ gewann 2002 den 1. Preis beim Landespreis für Volkstheaterstücke des Landes Baden-Württemberg. Das Stück wurde für diese Inszenierung von Chawwerusch aus dem Schwäbischen ins Pfälzische übersetzt.

 

 

Pressestimmen 
DIE RHEINPFALZ schreibt in ihrer Premierenkritik: "Dass diese Rechnung aufgeht, verdankt sich in hohem Maße der eindrucksvollen Bühnenpräsenz der weiblichen Hauptdarsteller, die den haarsträubendsten Gedankengängen, skurrilsten Situationen und albernsten Anwandlungen Herzwärme, Würde und eine natürliche Selbstverständlichkeit geben... So intensiv das witzige, mitunter auch aberwitzige Bettgeflüster der beiden Schwestern auch ist, es wäre nur die halbe Miete ohne die himmlische Begleitmusik der drei Außerirdischen. Ihr Trio lebt nicht nur durch die eigenwillige Ansammlung der Instrumente, sondern auch durch den Charme, der jeder Rolle zuteil wird." Autorin Susanne Hinkelbein gibt ihrem Stück und den darin agierenden Figuren für ihre Musik und ihre Beziehungen folgendes Motto von Heraklit mit auf den Weg:"Nicht offenkundige Harmonie ist stärker als offenkundige". 

 
 
Hier finden sie Bilder oder weitere Informationen zur Veranstaltung

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