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Gabi Blinne

Sonntag, 3. Mai 2009, um 00:00 Uhr.

Im Veranstaltungsort* Kunsthalle im Kelterhaus

Eröffnung: 3. Mai 2009, 11.00 Uhr Samstag: 14-18.00 Uhr Sonn- und Feiertag: 11-18.00 Uhr Mittwoch 18-20.00 Uhr

 Aufrufe : 5140

Malerei und Skulptur 

 

Geboren am 22.06.1948 im Kloster Arnsburg bei Giessen.

Gabi Blinne

 

Studienreisen nach USA, Japan, Indien, Ägypten. Dort intensive Beschäftigung mit Kulturgeschichte und Malerei.

 

Ausbildung in Druckgrafik und bildhauerischen Techniken bei Günther Berlejung (Universität Landau). Seit 1990 Umsetzung der grafischen und malerischen Arbeiten auf tragbare Schmuckobjekte und Metallplastiken.

 

Seit 1996 intensive Auseinandersetzung mit dem Material Papier.

 

Mitgliedschaft in künstlerischen Vereinigungen:

  • Gedok Rhein-Main-Taunus
  • Künstlergemeinschaft DER ANKER, Ludwigshafen
  • BBK Heidelberg Heidelberger
  • Künstlergruppe 79 e.V. Werkstattgalerie

 

 

 

 

 

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u.a. in: Halberg-Schloss (Fussgönheim), Kammgarn (Kaiserslautern), Saalbau (Neustadt), Werkstattgalerie (Erfweiler), Galerie Feuervogel (Frankenthal), Messehalle (Pirmasens), Ostrowski-Museum (Sochi), Kulturzentrum Herrenhof (Neustadt/Wstr.), Wilhelm-Hack-Museum und Rudolf-Scharpf-Galerie (Ludwigshafen), Kunstverein (Bad Bergzabern), Kulturzentrum, Alte Feuerwache (Mannheim), Galerie Solitär (Berlin), Ecole de beaux arts und Galerie du Faouedic (Lorient), Alte Synagoge (Weisenheim a. Berg), Salon d art plastique (Marne-la-Vallee) Schloss und Werkstattgalerie (Heidelberg), Kulturzentrum (Galway), Museum DASA (Dortmund), Atelier d Estienne (Pont-Scorff), Arts centre (Galway)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gabi Blinne liebt die unscheinbaren Dinge, die im Verborgenen leben und denen sie zufällig begegnet. Fundstücke berühren und inspirieren sie. Ein Stück Holz, ein gusseisernes Kreuz, ein altes Wespennest sind Fragmente, die sie bewahrt, überhöht und oft zu Fetischen verwandelt. Ihre Arbeiten wirken zart und sind doch fest und stabil. Sie thematisiert das Einfache und Elementare in Formen wie Nest und Schale, Bogen und Tor oder auch Flügel. Kleinplastiken und Reliefs entstehen aus scheinbar unvereinbaren Materialien wie Eisen, Holz, Papier und Beton. Doch es gelingt ihr, das Gegensätzliche zu versöhnen, das Leichte und das Schwere, Kostbare und Rohe, Spröde ud Flexible zu einer ästhetischen Einheit zu binden.

 

 

 

 

Von Haus aus Grafikerin, hat Gabi Blinne Beziehung zu Metall und Papier und entdeckt diese Werkstoffe auch für ihre plastische Arbeit. Sie vertraut ganz auf die Sprache des Materials, die Eigenfarbe der Fundstücke und Naturmaterialien, vor allem aber auf die Stofflichkeit ihres bevorzugten Materials Papier. Papier umspannt die filigranen, gitterartigen Formen wie eine schützende Haut. Brüchig und vielfach aufgerissen unterstreicht es jedoch den Eindruck des Fragilen und Verletzbaren der Objekte. Auf das Eigenleben des Materials kommt es Gabi Blinne immer wieder an.

 

 

 

 

 

Formbar und vielschichtig zeigt sich handgeschöpftes Papier in Prägereliefs und Prägeobjekten. In mehreren Lagen gegossen, gepresst und geprþgt leben diese Arbeiten aus dem spannungsreichen, plastischen Spiel von Positiv- und Negativformen. Freiheit und Beweglichkeit im Umgang mit dem Material spiegeln sich auch in der Raumauffassung. Innen und aussen sind nicht streng voneinander getrennt, sondern aufeinander bezogen. Die vielfach transparenten, raumdurchlässigen Objekte wirken wie Hülleformen, welche Fundstücke umschliessen, sie bergen ohne zu verbergen. Leicht behütet nennt Gabi Blinne diese Konstellation und deutet sinnbildhaft auf den Menschen, seine Sehnsucht nach Geborgenheit und Zugehörigkeit, sein Eingebundensein in Orte des Lebens und der Erinnerung.

 

Ulrike Hauser-Suida 

 
 
Hier finden sie Bilder oder weitere Informationen zur Veranstaltung

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