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Osterkonzert 2009

Sonntag, 12. April 2009, um 17:00 Uhr.

Im Veranstaltungsort* Festsaal im Kelterhaus

Einlass: 16.30 Uhr

 Aufrufe : 5122
OSTERKONZERT mit dem Capricornus-Ensemble Stuttgart
 
Frithjof Smith (Basel): Zink
Jamie Savan (London): Zink
 
Eckart Wiegräbe (Leipzig): Posaune
Henning Wiegräbe (Neustadt): Posaune
Joseph Bastian (München): Posaune
 
Jörg Halubek (Stuttgart): Orgel
 
 
Das diesjährige Osterkonzert steht ganz im Zeichen virtuoser Bläsermusik aus dem 17. Jahrhundert. In dieser Epoche erlebten vor allem in Norditalien Ensembles mit Zinken und Posaunen ihre Blütezeit. Zu den führenden Gruppen zählte das „Concerto Palatino della Signoria di Bologna”, das Ensemble der Stadtregierung von Bologna. Nach diesem Vorbild scharen die aus Mußbach stammenden Posaunisten Eckart und Henning Wiegräbe vier weitere renommierte Kollegen um sich und präsentieren festliche Musik für zwei Zinken, drei Posaunen und Orgel.
 
Der Zink (auch Cornetto genannt) ist ein meist aus Holz gefertigtes, oft mit Leder umwickeltes Blasinstrument, das mit einem dem Mundstück, welches dem Trompetenmundstück sehr ähnlich ist, gespielt wird. Im 17. Jahrhundert war es überaus beliebt, vor allem aufgrund der Tatsache, dass die erzeugten Klänge als der menschlichen Stimme sehr nahe kommend angesehen wurden. Gemeinsam mit den Posaunen kann eine große Vielfalt an Werken realisiert werden. Das Spektrum reicht von klangprächtigen Sonaten und Canzonen bis zu reich verzierten klein besetzten Stücken.
 
Die Musiker, die an Ostersonntag im Herrenhof gastieren werden, gehören allesamt zur internationalen Spitzenklasse auf dem Gebiet der Alten Musik:
 
 
Osterkonzert 2009
Osterkonzert 2009Osterkonzert 2009Osterkonzert 2009 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bork-Frithjof Smith (Zink) studierte an der Schola Cantorum Basilensis Alte Musik mit Hauptfach Zink bei Bruce Dickey und erhielt 1999 sein Diplom. 1997 gründete er zusammen mit Gebhard David das Ensemble Les Cornets Noirs. Er spielt seit Jahren mit vielen bekannten Gruppen für Alte Musik wie La Fenice, Akadêmia, Musica Fiata, Huelgas Ensemble, His Majesty's Sagbutts & Cornetts, Weser-Renaissance, La Petite Bande, Concerto Copenhagen oder Die Freitagsakademie bei den bedeutendsten Festivals in ganz Europa und Israel, in Nord- und Südamerika. Mehr als 40 CD-Einspielungen bei verschiedensten Labels dokumentieren seine bisherige Laufbahn.
 
Auch Jamie Savan (Zink) konzertiert mit vielen der weltweit führenden Alte Musik-Enselmbles, wie Concerto Palatino, Oltremontano, La Fenice, the Amsterdam Baroque Orchestra und Cantus Cölln und gehört zu den gefragtesten Solisten seines Fachs. Er studierte Zink bei Jeremy West am Royal College of Music in London und bei Bruce Dickey an der Schola Cantorum Basiliensis. Zu seinen Leidenschaften gehört es, bisher unentdeckte Musik aus Handschriften und Drucken aufzustöbern und zur Aufführung zu bringen. So hat er beispielsweise für das berühmte Ensemble „His Majestys Sagbutts & Cornetts“ zahlreiche neue Programme zusammengestellt. Sein musikwissenschaftliches Studium an der Oxford University schloss er 1997 ab, gefolgt von einer Promotion in Historischer Aufführungspraxis an der Birmingham University. Jamie Savan lehrt an mehreren Hochschulen, u.a. an der University of Hull, am Royal Welsh College of Music and Drama und am Cantare et Sonare Seminar in Tirol. 
 
Henning Wiegräbe, geboren in Neustadt an der Weinstraße, ist Professor an der Musikhochschule Stuttgart. Bei der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz war er zunächst als Wechselposaunist, dann als Soloposaunist engagiert. Bevor er den Ruf nach Stuttgart erhielt, leitete er die Posaunenklassen an den Musikhochschulen Saarbrücken und Basel. Zusätzlich zur modernen Posaune spezialisierte sich Henning Wiegräbe durch ein weiteres Studium auf Alte Musik. Auf diesem Gebiet führen ihn regelmäßige Engagements und CD-Produktionen bei renommierten Originalklang-Ensembles wie Concerto Palatino, les Cornets noirs, Cantus Cölln (Junghänel), Concerto Köln, Musica Fiata Köln, Orchestre des Champs-Elysées, Collegium vocale Gent (Herreweghe) und Amsterdam Barock Orchester (Koopman) in die deutschen und europäischen Musikzentren.
 
Eckart Wiegräbe ist seit 1991 Soloposaunist des MDR-Sinfonieorchesters Leipzig. Er studierte bei Prof. Martin Göss (Musikhochschule Würzburg), Prof. Erhard Wetz (Musikhochschule Hamburg) und Prof. Werner Schrietter (Musikhochschule Karlsruhe). Meisterkurse u.a. bei Branimir Slokar und Christian Lindberg rundeten seine Ausbildung ab. Wichtige Wegmarken seiner Karriere sind die Mitwirkung beim Schleswig-Holstein-Festival-Orchester unter Leonard Bernstein, der Erhalt des Masefield-Stipendiums, eines Stipendiums der Villa Musica, der Meisterklassenabschluss mit Auszeichnung und zahlreiche Wettbewerbserfolge. Vor dem Stellenantritt in Leipzig war Eckart Wiegräbe an der Stuttgarter Staatsoper und am Staatstheater Kassel engagiert. In den Jahren 2005 bis 2007 hatte er einen Lehrauftrag an der Musikhochschule Leipzig inne.
 
Joseph Bastian (Posaune) stammt aus Forbach (Frankreich). Bereits mit sieben Jahren erhielt er Posaunen- und Cellounterricht an der Musikschule Forbach, bevor er nach Metz zum Konservatorium ging, wo er Theorieunterricht erhielt. Von 1999 bis 2005 studierte er an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken bei Prof. Henning Wiegräbe. Während seiner Studienzeit spielte er mit dem Jeunesses Musicales Weltorchester, der Jungen Deutschen Philharmonie, dem Gustav Mahler Jugendorchester und wurde im Jahre 2002 Mitglied der Orchesterakademie der Münchner Philharmoniker, an der er von Prof. Dany Bonvin und Dankwart Schmidt unterrichtet wurde. Im September 2003 gewann er den 1. Preis beim Walter-Gieseking-Wettbewerb der Hochschule für Musik Saar. Joseph Bastian trat u.a. mit dem Tonhalle Orchester Zürich, dem Bayerischen Staatsochester, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, dem Orchestre de la Suisse Romande (Genf), dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin und der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz auf. 2003/2004 war er Bass- und Kontrabassposaunist des Orchesters des Nationaltheaters Mannheim. Seit November 2004 ist Joseph Bastian Mitglied im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks.
 
Jörg Halubek (Orgel) gewann im Sommer 2004 den ersten Preis des vierzehnten internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig. Auf den Wettbewerbserfolg in Leipzig folgten Einladungen zu den Bachfesten in Leipzig, Ansbach und Aschaffenburg, sowie zu internationalen Musikfestivals wie u.a. International Festival Musical Olympus Moskau / St. Petersburg, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, das internationale Orgelfestival in Treviso (Italien) und den internationalen Händelfestspielen. Orgelkonzerte in Oslo, Parma, Basel, Lübeck, im Gewandhaus zu Leipzig, der Leipziger Thomaskirche, an der romantischen Willis-Orgel in der Westminster-Cathedral in London, und in der Kathedrale zu Chester, sowie an original erhaltenen Silbermann- und Hildebrandtorgeln in Deutschland gehören zu seinen bereicherndsten Erfahrungen. 2007  widmete er sich der Gesamtaufführung des Bachschen Orgelwerkes an vierzehn aufeinanderfolgenden Sonntagen. Er musizierte Bachs Cembalokonzerte mit dem Venice Baroque Orchester unter Andrea Marcon beim Europäischen Musikfest Stuttgart, mit dem Philharmonischen Orchester St. Petersburg und mit dem Staatsorchester Stuttgart. Im Frühjahr 2006 wurde Bachs h-moll-Sonate für Oboe und Cembalo mit Lajos Lencsés für Bayer Records eingespielt. Im Sommer 2006 ist mit dem SWR Stuttgart eine Gesamteinspielung der Cembalo- und Orgelwerke von Bernardo Storace (Venedig 1664) auf zwei original erhaltenen italienischen Instrumenten der Sammlung des Württembergischen Landesmuseum und der Musikhochschule Stuttgart entstanden. Nach Studien in Stuttgart und Freiburg bei Jon Laukvik und Robert Hill spezialisierte er sich in der Alten Musik an der Schola Cantorum in Basel und schloss seine Studien bei Andrea Marcon, Jesper Christensen und Jörg-Andreas Bötticher mit Auszeichnungen in Orgel, Cembalo und Basso continuo ab. Die Studienstiftung des Deutschen Volkes und der DAAD förderten ihn als Stipendiaten. Er unterrichtet seit 2003 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart Cembalo und Historische Aufführungspraxis und seit 2005 an der Hochschule für Musik Karlsruhe Orgel.

 

 

 

 

Die Karten für dieses Konzertereignis (unnummerierte Plätze) kann man sich telefonisch bei der Papier-Schatulle in Mußbach unter der Nummer 06321/60360 sichern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Hier finden sie Bilder oder weitere Informationen zur Veranstaltung

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