Herrenhof: Neue Bäume im April

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BaumfällaktionDLR überwacht Pfanzungen - Spenden-Zusagen

 


Der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung GmbH (LBB) will bis Mitte Februar Gespräche mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) und der Fördergemeinschaft Herrenhof über die Neuanpflanzung von Bäumen im Herrenhof führen. Das teilte LBB-Sprecher Markus Ramp auf Anfrage mit.

 


Es sei geplant, Anfang April neue Bäume zu pflanzen, ein Konzept dafür sei erstellt, die Kostenermittlung werde in diesen Tagen abgeschlossen.

 


Wie mehrfach berichtet, hatte der LBB Anfang Dezember 2006 fast alle der alten Bäume im Herrenhof fällen lassen, da diese im Innern morsch, faul und hohl waren. Gustav Adolf Bähr, Vorsitzender der Fördergemeinschaft, hatte moniert, dass der LBB die Fördergemeinschaft darüber nicht informiert hatte. Ferner hatte er kritisiert, dass die Bäume alle auf einmal gefällt worden seien. Bähr zufolge hätte vorab geprüft werden müssen, ob es möglich sei, zunächst nur einen Teil der Bäume zu fällen und diese nach und nach zu ersetzen. Dadurch wäre ein allzu krasser Einschnitt ins Bild des Herrenhofs vermieden worden. Bähr hatte außerdem darauf hingewiesen, dass bisher stets die Erhaltung des Bestands im Vordergrund gestanden habe. Die Fördergemeinschaft habe viel Geld für Baumsanierungen ausgegeben, die plötzlich kein Thema mehr gewesen seien.

 


Bähr möchte als Ersatz für die gefällten möglichst neue, große Bäume. Die kosten jedoch - je nach Sorte - zum teil mehrere tausend Euro. Bähr hat deshalb unter dem Motto „Ein Euro pro Blatt" eine Spendenaktion gestartet. Es gebe bereits mehrere Zusagen. Die Ehemaligenverbände der Wein- und Gartenbauschüler des DLR haben sich beispielsweise bereit erklärt, die Kosten für zwei fünf bis sieben Meter hohe Bäume zu übernehmen. Die Winzergenossenschaft Weinbiet wird ein Exemplar finanzieren. Mehrere Künstler wollen Arbeiten zur Verfügung stellen, die versteigert werden. Der Erlös soll laut Bähr für den Kauf von Bäumen verwendet werden.

 


Allee-Charakter soll erhalten bleiben

 


Das DLR hat sich bereit erklärt, Baumpflanzungen fachlich zu begleiten, die laut LBB-Sprecher Ramp Anfang April stattfinden sollen. Ende Februar sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Zuvor werde das Konzept der Pflanzung mit DLR und Fördergemeinschaft besprochen.

 


Vorgesehen sei wieder eine Baumallee entsprechend dem Zustand vor der Fällung, so Ramp. Die hier gesetzten Bäume sollen „einen größeren Stammumfang haben", damit möglichst bald wieder der frühere Charakter entstehe. Wie viel Bäume an dieser Allee gepflanzt werden sollen, ist noch nicht entschieden. Außerdem sollen im Hof und im Park weitere Einzelbäume gesetzt werden. Für den Hof seien Bäume im Blick, die „schön blühen", sagt Ramp, etwa Robinien und Rosskastanien. Als Bäume für den Park stelle man sich Spitzahorn, Stieleiche und Gingko vor. Der LBB trägt Ramp zufolge die Kosten für die Pflanzung und wird sich an den Kosten für den Kauf von Bäumen beteiligen. (ann)

 

POESCHH / POESCHH

Quelle: 

Publikation: DIE RHEINPFALZ 
Regionalausgabe: Mittelhaardter Rundschau 
Datum: Nr.26 
Datum: Mittwoch, den 31. Januar 2007 
Seite: Nr.17 
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